Der Oberbegriff RWA steht für Rauch-
und Wärmeabzugsanlage. Dabei kann es sich handeln um
eine natürliche Rauchabzugsanlage (NRA) oder
eine maschinelle Rauchabzugsanlage (MRA) oder
eine Rauch-Differenzdruckanlage (RDA) oder
eine Garagenentrauchung oder
einen Wärmeabzug (WA).
Jedes dieser Systeme erfordert andere Produkte und eine spezielle
Auslegung.
Im Rauchschutz
wird eine Vielzahl von Abkürzungen verwendet. Hier werden
einige davon erklärt:
RWA
Der Oberbegriff bezeichnet
eine komplette Rauch- und Wärmeabzugsanlage, die sich aus den einzelnen
Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (RWG), den Auslöse-
und Bedienelementen, der Energieversorgung, den Leitungen, der
Zuluftversorgung und bei größeren Räumen den
Rauchschürzen zusammensetzt.
NRA
Als natürliche
Rauchabzugsanlage wird eine RWA bezeichnet, wenn
ihre Funktion auf dem thermischen Auftriebsprinzip beruht (z.
B. bei Lichtkuppeln, Jalousien).
NRWG
Das natürliche
Rauchabzugsgerät wird in der Gebäudeaußenhülle
eingesetzt (z. B. Lichtkuppeln im Dach, Fenster in der Wand).
MRA
Als maschinelle Rauchabzugsanlage
wird eine RWA bezeichnet, wenn ihre Funktion mit motorischem
Antrieb erfolgt (z. B. Ventilatoren).
RDA
Eine Rauch-Differenzdruckanlage
hält den zu schützenden Raum (z. B. Sicherheitstreppenraum)
durch einen kontrolliert aufgebauten Überdruck rauchfrei.
RWG
Ein Rauch-
und Wärmeabzugsgerät ist das Element incl.
der Öffnungssysteme, das die Öffnung in Dach oder
Wand zum Ableiten von Rauch nach aussen freigibt.
WA
Als Wärmeabzug
bezeichnet man eine Wand- oder Dachfläche, die bei einer
bestimmten Temperatur selbsttätig eine Öffnung freigibt
(z. B.durch Abschmelzen von thermoplastischen Dachlichtelementen),
aus der dann Brandhitze nach aussen entweichen kann.